Kommunale Berufsfachschule für
biologisch-technische Assistenten
Stadtgraben 54
94315 Straubing
Tel. 09421 23811

Fax 09421 23884
bta@(at)bta-straubing.de

 



Mit Hilfe der „Microarray“-Technologie, die auch als DNA-Chip-Technologie bezeichnet wird, ist es möglich, innerhalb kürzester Zeit auf DNA-Ebene viele verschiedene Gene nachzuweisen. In der Medizin und Zahnmedizin wird diese Methode daher oft in der Diagnostik eingesetzt, um Gene nachzuweisen, die mit bestimmten Krankheitsbildern assoziiert sind.
Unsere Mundhöhle enthält eine Vielzahl von Bakterien, die unsere Schleimhaut vor der Besiedlung mit pathogenen Keimen schützt. Versagt dieser Schutzmechanismus, können sich zum Beispiel Parodontitis-Erreger in den Zahntaschen ansiedeln, was im schlimmsten Fall zu Zahn- und Zahnimplantatverlust führen kann. Mittlerweile sind viele verschiedene Bakterien bekannt, die Parodontitis auslösen und verstärken können. Für eine erfolgreiche Therapie mit Antibiotika oder Vakzinen, die individuell auf den Patienten abgestimmt sein muss, ist es daher nötig, diese pathogenen Bakterien im Patientenmaterial zu identifizieren.
Im Molekularbiologiepraktikum isolieren unsere Schüler die Bakterien-DNA aus dem entsprechenden Probenmaterial und führen eine Vervielfältigung und Fluoreszenzfarbstoff-Markierung dieser DNA mittels einer Polymerase-Kettenreaktion (PCR) durch. Bei der anschließenden Hybridisierung bindet die markierte DNA, sofern sie ihr Gegenstück findet, an den DNA-Chip und wird nachgewiesen. Als Ergebnis erfahren unsere Schüler mit dieser Diagnostikmethode nicht nur welche pathogenen Parodontitis-Erreger in dem Probenmaterial vorliegen, sondern auch in welcher Menge und können sich eine sinnvolle Antibiotika-Therapie überlegen.